1.Hippotherapie
Hippotherapie ist eine Form der Krankengymnastik. Das Therapiepferd wird als Medium verwendet, um
Bewegungsimpulse auf das Becken und den Nacken des Menschen zu übertragen. Dabei sitzt der Patient meist in der Gangart Schritt auf dem Pferderücken. Um einen Therapieerfolg zu beschleunigen, werden auf den Patienten abgestimmte Übungen durchgeführt. Ein heilender Effekt wird hier vor allem dadurch erreicht werden, dass sich der menschliche Körper auf die Impulse, die durch das sich bewegende Pferd verursacht werden, neu einpendeln muss. Dabei werden alle Bewegungsachsen sowie Torsionsbewegungen genutzt.
2.Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren
Die Arbeit mit dem Medium Pferd und das Reiten an sich sprechen den Menschen ganzheitlich und über alle Sinne an. Es fordert körperlich, emotional, geistig und sozial. Die Beziehung zum Pferd spielt im Heilpädagogischen Reiten die tragende Rolle. Der Reittherapeut fördert im Beziehungsdreieck „Patient-Pferd-Reittherapeut“ den konstruktiven Umgang miteinander. Lern-Erfahrungen können auf den Patienten übertragen und geübt werden. Persönliche und soziale Entwicklung sind das Ziel.Die Umsetzung erfolgt durch den direkten Kontakt und Umgang mit dem Pferd, das Pflegen des Pferdes, Übungen am und auf dem Pferd, Arbeit im Stall, mit einem Menschen oder in Gruppenarbeit.
3.Reiten für Menschen mit Behinderungen
Das Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen ist ein Angebot sportlicher Tätigkeit in einem Bereich, der bisher nur Nichtbehinderten zugänglich war. Es ist jedoch erwiesen, dass viele Menschen mit Behinderungen in der Lage sind, das Reiten zu erlernen und sich in diesem Sport zu betätigen. Auch der an den Rollstuhl gefesselte Gehbehinderte gewinnt so „vier gesunde Beine“, auf denen er sich frei bewegen kann. Dem blinden Reiter hilft das Pferd mit seinen Augen.